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KW06 - Ist Elektromobilität wirklich klimafreundlich?

„Ich geh keine Strecke, die länger ist als mein Auto.“ So oder so ähnlich hat wohl jeder von uns den Witz schon einmal gehört. Auch wenn uns die Preise an der Tankstelle von Verhaltensweisen dieser Art weitestgehend abgebracht haben, ist das Auto immer noch des Westerwälders Lieblingsfortbewegungsmittel.

Was hat das Elektroauto mit dem Klima zu tun?

Auch wenn wir auf den privaten PKW schwerlich verzichten wollen oder können, stellt sich die Frage nach der Klimabilanz. Nicht nur, dass unser Verbrennungsmotor Massenweise nicht erneuerbare Energien verbraucht, nein, um an diese Ölvorräte zu gelangen, wird ein massiver Raubbau an der Erde betrieben. Das ist nicht nur nicht schön, sondern in diesen Abbaugebieten auch schlecht für unser Ökosystem. Ganz zu schweigen von den Abgasen, die mit 21,8 % einer der größten Klimakiller unserer Zeit sind. Ich weiß ganz genau, was Sie jetzt denken: „Auf das Auto verzichten geht nicht, ich muss ja irgendwie zur Arbeit kommen.“ Und hier keine Sorge, von einem vollen Verzicht spricht hier keiner. Zum Glück gibt es neben dem Verbrennungsmotor mittlerweile Alternativen. Auch wenn Kraftfahrzeuge mit Elektromotor von dem ein oder anderen unter uns noch skeptisch begutachtet werden, lassen Sie sich sagen: Die neuesten Elektroautos sind technisch so versiert, dass sie den alten Verbrennern bald den Rang ablaufen werden. Ein Positivbeispiel ist dabei Schweden. In Schweden sind dieses Jahr 26 Prozent der Neuzulassungen auf Elektroautos entfallen. Wenn wir die Hybride dazu nehmen, sind es sogar 52,4 Prozent der Neuanmeldungen. Bedeutet: jede zweite Neuanmeldung war in irgendeiner Form elektrifiziert! Jetzt denken Sie aber nicht, wir in Deutschland wären in diesem Bereich untätig. Allein im Januar dieses Jahres wurden 20.892 neue Stromer zugelassen. So viele wie in keinem anderen EU-Land. Aber was genau hält uns davon ab einen Elektrowagen zu fahren? Die Gewohnheit? Die Angst vor dem Neuen? Oder vielleicht der Umweltaspekt?

Was kann ich tun?

Gerade, weil ländliche Regionen schlecht an den öffentlichen Personenverkehr angebunden sind, sind die meisten unter uns auf ein Auto als Fortbewegungsmittel angeboten. Da ist es vor allem die Sorge der Reichweite von E-Autos, die uns beschäftigt. Hier kann Huhndorf aus Kuhnhöfen Entwarnung geben: „Für die täglichen Fahrten zur Arbeit haben wir in der Familie jetzt das dritte Elektroauto und noch nie schlechte Erfahrungen gemacht“, berichtet der Beigeordnete der Verbandsgemeinde Wallmerod. „E-Ladesäulen sprießen im Moment wie Pilze aus dem Boden, die Infrastruktur rüstet hier enorm nach“. Sogar den Urlaub in der Schweiz konnte Günter Huhndorf mit dem E-Auto bestreiten. Für alle die sich für ein E-Auto interessieren hat er einen Tipp: „Solarenergie vom Dach. Denn das Fahren mit Strom ist nur so grün, wie der Strom den wir beziehen.“ Selbst haben Huhndorfs schon seit fünfzehn Jahre eine PV Anlage auf ihrem Wohnhaus. „Wir produzieren damit den Strom, den wir zum Leben brauchen plus die Ladestation.“ Und das wird für den ein oder anderen unter Ihnen interessant sein, der mit einer Ladesäule liebäugelt, denn für alle drei Autos genügt eine einzige Ladestation.

 kw06 huhndorf

Günter Huhndorf aus Kuhnhöfen setzt auf E-Mobilität

Gerne können Sie Ihre Fragen zur Anschaffung oder zu Erfahrungsberichten direkt an Herrn Huhndorf richten E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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