KW24 - Was ist eigentlich Klimaschutz?

Und warum müssen wir das Klima eigentlich schützen? Hier sei gesagt, dass das Wort Klimaschutz uns schon zu falschen Annahmen verleitet. Immerhin schützen wir mit einem umweltbewussten Handeln nicht das Klima, sondern schlichtweg uns selbst. Dem Klima ist es doch egal ob es auf unserer Erde 1, 2 oder 5 Grad wärmer werden. Uns Menschen aber definitiv nicht. Jetzt sehe ich schon den ein oder anderen von ihnen schmunzeln und sich den Westerwald mit subtropischem Klima vorstellen. Was spaßig klingt, wäre für unsere Flora und Fauna defiziös. Die Lebensmittel, die wir gerne konsumieren gäbe es nicht mehr. Die Tiere, die bei uns leben – nicht mehr da. Auch die Wiesen und Wälder, Charaktereigenschaften unserer Region – alles weg. Fakt ist: Das Klima unserer Erde stört sich an solchen Veränderungen nicht, immerhin gab es im Laufe der Erdgeschichte öfters große Schwankungen. Jeder von uns hat die Worte „Eiszeit“ und „Warmzeit“ im Kindergartenalter schon gelernt. Ein klima- oder umweltbewusstes Handeln streben wir also nicht für jemand anderen an, sondern rein für uns. Damit wir, unsere Kinder und Enkel noch unbeschwert im Westerwald leben können.

Da es vor allem die zukünftigen Generationen sind, die mit den Auswirkungen des Klimawandels leben müssen, ist es wichtig schon den Jüngsten unter uns die Möglichkeit zu geben, sich mit dem Thema Klima und Umwelt früh zu beschäftigen. Denn nur was wir kennen und verstehen, können wir auch schützen.

Was kann ich tun?

„Der Klimaschutz fängt bei den Jüngsten an und ich sehe meine Aufgabe darin, Ihnen den Wald, die Natur und Umwelt als liebens-und schützenwert zu vermitteln. Die Kinder verbringen heute bis zu 9 Stunden täglich in Bildungseinrichtungen und sollten dort auch ein Recht auf einen klimafreundlichen Alltag haben und vorgelebt bekommen“ erklärt Elke Hebgen aus Dreikirchen. Dabei verfährt Elke frei nach dem Motto: Nicht die Natur muss in den Kindergarten kommen, sondern das Kind in die Natur. „20 Kinder unserer Waldgruppe verbringen täglich den Vormittag ausschließlich im Wald“. Und das Prinzip kommt an, so wurde die Kindertagesstätte durch die SDB (Schutzgesellschaft Deutscher Wald) mit dem Wald-könner Abzeichen belohnt. Ob im Kindergarten, Bildungseinrichtungen oder zu Hause, das Thema Klimaschutz kann überall aufgegriffen werden. „Bereits kleine Veränderungen auf topgepflegten Außengeländen von Einrichtung oder Privatgärten, kann hier schon Veränderungen im Bewusstsein schaffen.“ Ob Totholzecke, Blumenwiese, Insektenhotel oder selbst gebastelte Wassertränken für Kleinstlebewesen. Durch solche Bastel- oder Informationsprojekte lassen sich vor allem die Jüngsten für ein umweltgerechtes Handeln motivieren. „Täglich erlebe ich, wie schnell bereits Zweijährige sich für die Natur einsetzen, wenn man sie unterstützt und lässt.“ Erklärt Elke Hebgen weiter. Und das kann auch jeder von uns. Schon kleine Projekte machen den Unterschied.

 KW24 elke hebgen 2022

Elke Hebgen, Erzieherin und staatl. Zertifizierte Waldpädagogin aus Dreikirchen, lebt den Klimaschutz sehr bewusst.

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