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Bürgerbeteiligung - Erstellung Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept

Bürgerbeteiligung - Erstellung eines örtlichen Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepts Untersuchungsgebiet 1

Auf Empfehlung der SGD Nord und des kompetenzzentrum Hochwassers RLP wird die Verbandsgemeinde Wallmerod, ausgehend von Ihrer Topographie in 4 Untersuchungsgebiete aufgeteilt für das Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept aufgeteilt. Das erste zu betrachtende, etwa 20 km² große Untersuchungsgebiet befindet sich im westlichen Teil der Verbandsgemeinde Wallmerod und schließt die Ortsgemeinden Arnshöfen, Kuhnhöfen, Ettinghausen, Ober- und Niederahr (von Nord nach Süd) ein.

Herzlich laden die Verbandsgemeinde und das zuständige Ingenieurbüro alle Bürger und Bürgerinnen des ersten Intersuchungsgebietes zur Onlinebefragung ein.

Oberahr

https://mapps.ing-plus.de/starkregen/Wallmerod/DatenerfassungWallmerod.aspx?Ort=OG%20Oberahr

Arnshöfen

https://mapps.ing-plus.de/starkregen/Wallmerod/DatenerfassungWallmerod.aspx?Ort=OG%20Arnsh%C3%B6fen

Kuhnhöfen

https://mapps.ing-plus.de/starkregen/Wallmerod/DatenerfassungWallmerod.aspx?Ort=OG%20Kuhnh%C3%B6fen

Ettinghausen

https://mapps.ing-plus.de/starkregen/Wallmerod/DatenerfassungWallmerod.aspx?Ort=OG%20Ettingshausen

Niederahr

https://mapps.ing-plus.de/starkregen/Wallmerod/DatenerfassungWallmerod.aspx?Ort=OG%20Niederahr

Buergerbeteiligung Hochwasser Starkregen

Erstellung eines örtlichen Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepts für die Verbandsgemeinde Wallmerod

Hochwasser und Starkregen können ungeahnte Ausmaße annehmen und sehr große Schäden verursachen. Nach aktuellem Stand der Klimaforschung werden mit fortschreitendem Klimawandel die Häufigkeit und Intensität dieser extremen Überflutungen auslösende Ereignisse weiter zunehmen. Während Hochwasser auf die Täler, Auen und Küstenregionen begrenzt ist, kann Starkregen überall in Deutschland auftreten.

Ereignisse wie Flusshochwasser oder Überflutungen aufgrund von Starkregen können nicht verhindert werden. Ihre Auswirkungen können allerdings vermindert und entsprechende resultierenden Schäden begrenzt werden. Das beste Mittel um das extreme Schadenspotential solcher Ereignisse zu reduzieren, ist eine zielorientierte Vorsorge.

Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die Kommunen bei der Hochwasser- und Starkregenvorsorge. Zentrales Element ist hierbei die Aufstellung von örtlichen Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepten.

Das örtliche Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept zielt darauf ab, durch eine zielorientierte Vorsorge Schadenspotenziale zu vermindern. Dazu ist die intensive Beteiligung aller Akteure, insbesondere der Bürger:innen sowie der Industrie- und Gewerbebetriebe, der Land- und Forstwirtschaft, Vertreter der Gefahrenabwehr, Verwaltung und Betreiber kritischer Infrastruktur unabdingbar. Mit diesen Akteuren sollen Themen der Hochwasser- und Starkregenvorsorge besprochen und gemeinsam Maßnahmen zur Schadensminderung – insbesondere auch im privaten Bereich – aufgezeigt und diskutiert werden. Dabei sind lokal auftretende Probleme und Gefahrenschwerpunkte zu analysieren und zu berücksichtigen.

Nur Maßnahmen, die aus einem Vorsorgekonzept hervorgehen, können bei der anschließenden Umsetzung mit einer möglichen Förderung der Wasserwirtschaftsverwaltung des Landes Rheinland-Pfalz rechnen.

Folgende Zielfelder sollen im Konzept bearbeitet und deren Ergebnisse dargestellt werden:

  • Stand der Hochwasser- und Starkregenvorsorge im Untersuchungsgebiet
  • Defizitanalyse, Risikoanalyse und Risikobewertung
  • Öffentlichkeitsarbeit: Sensibilisierung, Motivation und Erfahrungsaustausch
  • Lokale Informationsmöglichkeiten zur Vorsorge
  • Beratungsangebote für private Vorsorgemaßnahmen und Elementarschadenversicherung
  • Notfallpläne
  • Maßnahmenvorplanung, -priorisierung und –kartierung
  • Im Anschluss soll eine periodische Überarbeitung und Aktualisierung der Konzepte sowie regelmäßige Sensibilisierungen für Hochwasser- und Starkregengefahren erfolgen.

Innerhalb der erarbeiteten Maßnahmen sollen folgende Themenfelder berücksichtigt werden:

  • Verhaltensvorsorge (Verhalten im Katastrophenfall) und Nachbarschaftshilfe
  • Hochwasserangepasstes Planen, Bauen und Sanieren für Gebäude und Anlagen
  • Prüfung und Vorschläge für Notabflusswege
  • Bauen im Überschwemmungsgebiet (ÜSG) bzw. in hochwassergefährdeten Bereichen
  • Lagerung umweltgefährdender und aufschwemmbarer Stoffe
  • Technische Schutzmaßnahmen
  • Treibgutrückhalt, Sand- und Geröllfänge
  • Maßnahmen zur Räumung von Brücken und sonstigen Durchlassbauwerken
  • Warnung vor Extremwetter und Hochwasser
  • Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz, Alarm- und Einsatzplanung, Ausstattung und Organisation
  • Evakuierung und/oder Notversorgung
  • Ausfall von Verkehrswegen
  • Kritische Infrastruktur: Wasser- und Stromversorgung, Abwasserbeseitigung, Telekommunikation, Feuerwehr, Alten- und Pflegeheime, Krankhäuser etc.
  • Wasserrückhalt in der Fläche
  • Erosionsmindernde Flächenbewirtschaftung, Vermeidung von Schlammeintrag in die Ortslagen (Weitere Informationen in der Arbeitshilfe „Einbindung der Landwirtschaft zur Erosionsvorsorge in die örtlichen Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte“ Stand: 07/2022)
  • Hochwasserangepasste Gewässerunterhaltung
  • Unterhaltung aller Maßnahmen

Im Ergebnis liegt dann ein örtliches Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept vor, innerhalb dessen alle Risiko- und Gefahrenbereiche der Ortslagen aufgeführt, bewertet und daraus resultierende konkrete Maßnahmenvorschläge (inkl. Priorisierung, Zuständigkeit und Verortung) für Starkregen- und Hochwasserereignisse aufgezeigt werden.

Hochwasser Starkregen