KW20 - Unsere Pools

Luftbildaufnahmen zeigen es auch bei uns im Westerwald. Pools im eigenen Garten sind schon lange keine Seltenheit mehr. Vor allem wer gerade neu bauen möchte, integriert den eigenen Pool oft schon mit in die Planung. Dabei sind die Anschaffungs- und Unterhaltungskosten nicht zu verachten. Im Schnitt liegen diese bei 5.000€. Jährlich dann nochmal 300 - 1.000€ für Frischwasser, Chemikalien und Heizleistung. Ein Hoch auf die Klimaerwärmung, bei den steigenden Temperaturen lohnt sich der Pool dann erst wirklich.

Was hat ein Pool mit unserem Klima zu tun?

Wir könnten jetzt von Albedo Effekten sprechen, von mikroklimatischen Bereichen oder von der Energie, die für die Erwärmung des Wassers benötigt wird. Das lassen wir aber hier alles einmal beiseite. Was wir uns heute genauer anschauen wollen ist das Wasser. Und zwar als Ressource. Die steigende Wasserknappheit der Erde ist eines der größten Argumente gegen einen privaten Pool. Ach, wussten Sie noch nicht, dass Wasser, die lebensspendende Ressource schlechthin, knapp wird? Dann gehören Sie zu den Glücklichen, die von den Folgen des Klimawandels bisher verschont geblieben sind. Klar, wir leben im Westerwald, in einer Region mit einer eher hohen Grundwasserneugewinnung. Das ist aber nicht überall in Deutschland so, in Regionen wie z.B. dem Rhein-Main Gebiet sieht das schon ganz anders aus. Aber warum eigentlich? Die Hauptgründe sind die wachsende Weltbevölkerung, steigender Lebensstandard, verändertes Konsumverhalten und eine Ausweitung der künstlichen Bewässerung in der Landwirtschaft. Und genau hier knüpft die Wasserverschwendung an, die in unseren heimischen Gärten stattfindet. Im Durchschnittlich benötigt ein privater Pool zwischen 4.500 bis 20.000 Liter Wasser. Und das für die 8,8 Hitzetage, die wir in unserer Region haben. Aber was soll‘s. Wir haben es ja. Lustig ist es, wenn sich genau diese Leute dann beschweren, dass überlebensnotwenige Lebensmittel im Preis steigen. Hallo? Wie soll ich mir denn dann die dritte jährliche Befüllung meines Pools leisten können? Nein jetzt Spaß bei Seite. Wasser hat von je her eine starke Anziehungskraft auf uns Menschen ausgeübt. Schon bei den Römern stand das Baden im Mittelpunkt des Lebens. Und da wir im Westerwald keine Küste in unmittelbarer Nähe haben, ist es klar, dass unsere Anziehungskraft zum kühlen Nass siegt.

Was kann ich tun?

Niemand von uns soll oder möchte auf seinen Freizeitspaß verzichten. Und genau hier liegt unser großes Glück. Seit dem 01.05. stehen uns die Türen des Freibades in Hundsangen wieder offen, ein großes Stück Lebensqualität für uns alle. Yvonne Kraus aus Salz erklärt: „Dieses Jahr ist der Schwimmbadbesuch auch wieder ohne Einschränkungen möglich.“ Der Vorteil zum eigenen Pool liegt hier nicht nur in den sozialen Kontakten, die hier gepflegt werden können, der Rutsche, den Springtürmen oder der Aufsicht durch versierte Bademeister*innen. Auch klimatische sowie hydrologische Aspekte katapultieren das Freibad um Längen nach vorne. Und das Beste: „Das Wasser im Schwimmbad stammt aus eigenen Hundsänger Quellen! Natürlich streng überwacht durch Fresenius und das Gesundheitsamt. „Wir nehmen täglich Test vor, das ist zu Hause kaum möglich.“ Erklärt Yvonne Kraus.

Und macht es nicht sowieso mehr Spaß zusammen ins Freibad zu gehen und den Tag mit Freunden zu genießen, anstatt alleine vor dem Pool zu Hause zu sitzen?

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Yvonne Kraus, Bademeisterin im Schwimmbad Hundsangen

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